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Es gibt wohl kaum eine Firma in Deutschland, deren Entstehungsgeschichte so verzweigt ist. Aber eigentlich ist alles gar nicht so schwer.

Vor dem 2.Weltkrieg
Verwirrungen gibt es oft um Horch und Audi. August Horch war der Firmengründer von Horch. 1909 kam es zu Auseinandersetzungen in der Firma. Horch verließ die Firma entnervt und kurzentschlossen. Er gründete noch im selben Jahr die A. Horch Motorenwagenwerke AG. Da sich aber die Firma Horch die Namensrechte gesichert hatte, kam es erneut zu Problemen. Um diese zu umgehen, nannte August Horch dann seine Firma in Audi um, was lateinisch ist und nichts anderes bedeutet, als "Horch!" Die Idee kam vom Sohn eines Mitarbeiters auf einer Sitzung.
Audi erwarb sich schnell einen Ruf mit den Alpensiegern. Diese sportiven Fahrzeuge hießen nicht nur so, sie machten ihrem Namen auch alle Ehre. Auch wenn Horch klein angefangen hat, bekannt ist Horch vor allem für seine Achtzylinder-Reihenmotoren, die elegant eingekleidete Nobelkarossen antrieben.
1932, mit dem Zusammenschluß kündigte sich die erste Zäsur an. Innerhalb von drei Jahren wurde das Programm so umstrukturiert, daß sich Synergieeffekte bemerkbar machten (Ja, schon damals gab es sowas!), wobei aber die Firmen durchaus Eigenständigkeit behielten. So konnte Horch seine Stellung als Luxusklasse festigen, während DKW mit Motorrädern Furore machte. Das bekannteste sind aber wohl die Silberpfeile. Diese Auto Union Rennwagen lieferten sich mit ihren Kompressor-aufgeladenen 16-Zylindern heiße Duelle mit den Mercedes-Silberpfeilen.
(1) Rechts der Auto Union Bergrennwagen, links der Grand Prix Renner. Beide wurden mit enormen Aufwand restauriert und sind nun in perfektem Zustand. Ihr Wert kann nicht geschaetzt werden.

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Nach dem 2.Weltkrieg: Konsolidierung und VW-Führung
Nach dem Krieg war es besonders DKW, z.B. mit dem 3=6 Prinzip, die für die Auto Union Gewinne einfuhren.

1964/65 besaß VW schon 50,3% an der Auto Union. Unter VW Regie wurde ein bei Mercedes entwickelter Viertakter in den DKW F 102 eingebaut. Sein Name: Audi, eine Typenbezeichnung gab es nicht! Der Zweitakter verkaufte sich nicht mehr. Rettung für die Übergangszeit bis zur Serienreife des Audi brachte der VW Käfer. Um dessen Nachfrage so befriedigen, wurde er in Ingolstadt montiert. Seit 1966 ist die Auto Union eine 100%ige Tochter von VW. 1969 kam NSU zur Auto Union dazu. NSU ist am bekanntesten für Motorräder, den Prinz und den glücklosen Wankelmotor.

(1) NSU ist eine ziemlich alte Firma, mit Erfolgen noch vor dem Zweiten Weltkrieg. Einige der damaligen Rennwagen wurden zu stromlinienfoermigen Weltrekordlern umgebaut, allerdings nicht dieser hier.
Der Wankelmotor war den altmodischen VW-Leuten ein Dorn im Auge. Sicher, er hatte Probleme, die aber durch überstürzte Markteinführung begründbar waren. Der hohe Verbrauch waren bis zur Ölkrise '73 nicht entscheidend. Die Entscheidungen gegen den Wankel stellten sich so als richtig heraus.
NSU hatte außerdem eine viertürige Limousine entwickelt, die sich jetzt unter der Bezeichnung K70 im VW-Programm wiederfand. Ihr schnelles Ende wurde besiegelt
  1. durch ihre Fortschrittlichkeit (Platz, wassergekühlter Motor)
  2. das war es eigentlich schon.

VW gab als Begründung den hohen Verbrauch an. Naja, man hätte ja einen anderen Motor hineinsetzen können, aber VW war zu versteift auf den luftgekühlten Heckmotor. Das sollte VW später fast das Genick brechen.


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(1) Herkunft:
Motor Sport Visions

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